Vision

Alternative Sonnenenergie, Quelle der Zukunft

Alle Energiesysteme, die wir heute verwenden, basieren schlussendlich auf der Energie der Sonne. Die Fotovoltaik beziehungsweise die Solarthermie fußen ebenso darauf wie die Wind-, Wasserkraft und indirekt auch die fossilen oder nachwachsenden Brennstoffe. Sogar der Brennstoff für die Kernspaltung ist irgendwann in einer Sonne – wenn auch nicht in unserer – entstanden.
Die Menschheit versucht deshalb seit geraumer Zeit den Prozess der Energieerzeugung der Sonne zu kopieren und einen „künstlichen Stern“ auf der Erde nachzubauen. Gelänge dies, wäre das die Lösung für die Energieprobleme der kommenden Jahrhunderte. Die Entwicklung in der Fusionsforschung ist weit fortgeschritten. Zunehmend stellen sich Erfolge ein. Das schafft Vertrauen und sichert die Unterstützung dieser „Menschheitsidee“.
An mehreren Anlagen wurde die Machbarkeit bereits demonstriert. Das gilt sowohl für den magnetischen (TOKAMAK-ITER, Stellerator-W7X) als auch für den Trägheitseinschluss (NIF, USA). Der Schwerpunkt liegt bisher aber auf dem Bau der Maschinen und nicht auf der Treibstoffgenerierung. Jeder derzeit denkbare Fusionsprozess benötigt Wasserstoff in Form von Deuterium und Tritium. Während Deuterium im Wasser in fast unbegrenzter Menge zur Verfügung steht, muss Tritium durch den Fusionsprozess in der Maschine „erbrütet“ werden. Tritium ist ein radioaktiver Betastrahler, der mit einer Halbwertszeit von etwa zwölf Jahren zerfällt. Das bedeutet, dass nach einem Dutzend Jahre nur noch die Hälfte des Treibstoffes zur Verfügung steht. Das Zerfallsprodukt von 3-Helium ist stabil und findet sich auch auf dem Mond; es kann möglicherweise in der nächsten Generation von Fusionskraftwerken Verwendung finden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.